A Perfect Circle // Eat The Elephant

A Perfect Circle Eat The Elephant CoverROCK Das Artwork wirkt abstoßend: Ein Alien, der uns einen schleimig-blauen Oktopus entgegenstreckt. Umso zugänglicher die Musik: Auf ihrem ersten Album seit 14 Jahren serviert die Allstar-Band aus Mitgliedern von Tool, Smashing Pumpkins und Eagles Of Death Metal keinen phonstarken Alternative-Rock, sondern schwelgt in einem monumentalen Gebräu aus Electronica, Rock und Film-Scores. Da treffen Streicher, Harfe und Klavier auf Sequenzer und atmosphärische Gitarren, die für einen cineastischen Düstersound sorgen. Quasi Hans Zimmer in morbide, verfeinert mit honigsüßem Gesang sowie bitterbösen Texten über die Irrungen und Wirrungen des Zeitgeists. Wobei Sänger Maynard James Keenan die Mächtigen und Reichen, aber auch die Lethargischen und Blinden aufs Korn nimmt, mal „Per Anhalter durch die Galaxis“ („So Long, And Thanks For The Fish“) zitiert, verstorbenen Ikonen der Popkultur huldigt („The Doomed“) und als Lösung des Trump-Problems die gute, alte Schrotflinte empfiehlt („Get The Lead Out“). Stark!

 

A Perfect Circle – Eat The Elephant (BMG/Warner) 2LP 405053837431 / CD 405053837425 // ab 20.04.2018 im Handel