Janelle Monáe // Dirty Computer

Janelle Monae (Foto: Juca)

Janelle Monae (Foto: Juca)

R’N’B/FUNK Auf den ersten Blick wirkt Janelle Monáe wie eine unnahbare Diva. Beim Interview im Berliner Soho House verschanzt sie sich hinter einer gigantischen Sonnenbrille. Zum Glück taut sie aber rasch auf. Beim Thema Zickenkrieg redet sich die US-Sängerin richtig in Rage. „Frauen sollten nicht miteinander konkurrieren, sondern kollaborieren“, sagt sie. „Nur gemeinsam können sie dem Patriarchat die Stirn bieten.“ Janelle Monae Dirty Computer CoverIhr neues Album ,Dirty Computer’ ist ein Plädoyer für diese Philosophie. In ihrem „Pynk“-Video trägt Janelle Monáe eine Hose in grellem Pink, die die Form einer Vagina hat. „Dieser Clip zelebriert Frauenpower, Selbstliebe und Sexualität“, erklärt sie. „Er zeugt davon, wie glücklich ich bin, eine Frau zu sein.“ Musikalisch verpackt sie ihren emanzipatorischen Feldzug in verspieltem R’n’B, der mal von Sixties-Jazz, mal von Funk-Elementen durchzogen ist. Zur Unterstützung hat sich Janelle Monáe für diesen Song die kanadische Sängerin Grimes ins Boot geholt. Weitere Gastmusiker auf ihrer Platte sind Brian Wilson, Pharrell Williams und Zoe Kravitz. Mit ihr singt sie die leichtfüßige tänzelnde Club-Hymne „Screwed“, die in erster Linie Sex zu feiern scheint. „Sicherlich hat das Lied eine sexuelle Konnotation“, räumt die 32-Jährige ein. „Für mich geht es aber tiefer. Nach dem Motto: Wir Frauen lassen uns weder kleinhalten noch kontrollieren.“

 

Janelle Monáe – Dirty Computer (Atlantic/Warner) CD 7567865793 // ab 27.04.2018 im Handel