Jonathan Davis // Black Labyrinth

Jonathan Davis Black Labyrinth CoverROCK Schon Mitte der 2000er hatte Korn-Frontmann Jonathan Davis ein Soloalbum angekündigt – nur um es immer wieder zu verschieben. Bis jetzt: Mit ‚Black Labyrinth‘ legt der 47-jährige ein Werk vor, das überrascht – in mehrfacher Hinsicht.

„Ich weiß, dass niemand mehr mit diesem Album gerechnet hat“, lacht der Mann aus Bakersfield. „Einfach, weil ich so lange dafür gebraucht habe, dass es beinahe lächerlich ist. Aber das liegt daran, dass mich Korn die letzten Jahre völlig vereinnahmt hat.“ Erst nach der Tour zu ‚The Serenity Of Suffering‘ fing Davis wieder an, Material für einen Alleingang zu schreiben – in Hotelzimmern, in Bussen, in Flugzeugen. Das Ergebnis: 13 Songs, die live in seinem Mobil-Studio entstanden, bei denen er sämtliche Instrumente übernommen hat und die eine beeindruckende stilistische Bandbreite abdecken. Die reicht von mystischem Ethno-Trance über hymnischen Düsterrock bis hin zu R&B-Momenten, Industrial-Sprengseln, atmosphärischen Horror-Hörspielen und ausladenden Powerballaden. „Eine Vielfalt, die bei Korn unmöglich wäre“, so Davis. „Ich wollte mich allein deshalb daran versuchen, um zu sehen, ob ich das kann. Also nicht viel anders als bei meinen Soundtrack- und Remix-Projekten, nur dass ich diesmal weitaus optimistischer bin: Ich will die Leute aus der Dunkelheit herausführen, statt sie da hineinzuziehen.“ Ein ganz neuer Ansatz.

 

Jonathan Davis – Black Labyrinth (Rykodisc//Warner) CD 1742401868 // ab 25.05.2018 im Handel