Ben Howard // Noonday Dream

Ben Howard Noonday Dream CoverSINGER/SONGWRITER/POP Ben Howard kam schon immer ein bisschen verschroben rüber. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass er als Inspiration für sein drittes Album ‚Noonday Dream‘ Poesie aus Nicaragua und ein großes Loch in seinem Garten angibt.

Eigentlich hatte der britische Songwriter nach seiner letzten Tour entschieden, erst mal keine Musik mehr zu machen. „Ich wollte Dichter werden“, sagte er der britischen Zeitung „The Times“. „Ich reiste mehrere Male nach Nicaragua und las eine Menge Poesie von dort. Leider stellte ich fest, dass ich darin nicht sehr gut bin.“ Er kehrte nach England zurück – und begann, ein riesiges Loch in seinem Garten zu graben. „Auf der Suche nach Inspiration hatte ich das Gefühl, ich müsse etwas Manuelles tun.“ Und so kam irgendwann doch die Musik zurück. Gemeinsam mit seiner Liveband nahm Howard sein drittes Album ‚Noonday Dream‘ auf, das musikalisch einen großen Aufbruch markiert: Die Songs sind deutlich experimenteller als sein von Folk geprägtes Debüt und der melancholische Nachfolger. Howard spielt mit Percussion-Elementen, Streichern, Spoken-Word-Passagen und allerhand undefinierbaren Sounds. Fast alle Stücke überschreiten die Fünf-Minuten-Grenze, und die Texte könnten kryptischer kaum sein. Es ist ein atmosphärisches Album, dem man Zeit widmen muss – aber es lohnt sich, denn die Songs versprühen eine unglaubliche innere Ruhe.

 

Ben Howard – Noonday Dream (Island/Universal) 2LP 6748941 / CD 6748944 // ab 01.06.2018 im Handel