Madsen // Lichtjahre

Madsen (Foto: Dennis Dirksen)

Madsen (Foto: Dennis Dirksen)

ROCK Nach 14 Jahren und sieben Alben sind Madsen aus der deutschen Rockmusik-Landschaft nicht mehr wegzudenken. Trotzdem sind auch sie vor Zweifeln nicht gefeit – weshalb Sänger Sebastian Madsen nach dem letzten Album in ein tiefes Loch fiel. „Ich habe den Fehler gemacht zu denken, dass wir aus dem Mittelfeld ja jetzt auch mal ausbrechen könnten“, sagt er. „Casper, Kraftklub – die sind alle an uns vorbeigezogen und haben gewunken. Da fragt man sich schon irgendwann: Warum eigentlich nicht wir? Ich hatte auf einmal viel zu hohe Erwartungen an mich selbst.“ Madsen Lichtjahre CoverDas Resultat: Lampenfieber, Panikattacken. „Im Bett liegen, das Zimmer abgedunkelt, nicht aufstehen können – ich habe das ganze Programm einmal kurz mitgenommen“, so Madsen weiter. Er suchte Rat bei Menschen, denen es ähnlich ging. „Einer der hilfreichsten Tipps war: gegensteuern, indem man einfach weitermacht.“ Seine Zweifel und Ängste hat er nun auf dem neuen Madsen-Album ‚Lichtjahre‘ vertont. Weil Madsen schon immer für einen abwechslungsreichen Sound standen, reicht die Bandbreite auch dieses Mal vom Disco-Flirt „Ich tanze mit mir allein“ bis zu harten Gitarren wie in „Rückenwind“. Dass es Sebastian Madsen inzwischen wieder besser geht, hört man in „Wo mal Wüste war“: Darin singt er von einem Neubeginn der Zeit. „Es war mir wichtig, dass das Album ein positives Ende hat“, sagt er. „Madsen ist immer auch Hoffnung und positive Energie. Das lassen wir uns nicht nehmen.“

 

Madsen – Lichtjahre (Arising Empire/Warner) LP+CD 2736141311 / Deluxe Edition (2CD) 2736141310 / CD 2736141312 // ab 15.06.2018 im Handel