Mike Shinoda // Post Traumatic

Mike Shinoda Post Traumatic CoverROCK/RAP Wie macht man weiter, wenn der beste Freund sich das Leben genommen hat? Eine Frage, die Mike Shinoda von Linkin Park nach dem tragischen Tod seines Bandkollegen Chester Bennington irgendwie für sich beantworten musste. Für Shinoda gab es dabei erst mal nur einen Weg: Er vergrub sich in der Kunst. Ganz für sich allein begann der 41-jährige Amerikaner in seinem Haus in Los Angeles Songs zu schreiben, aufzunehmen und zu malen. Die ersten Ergebnisse veröffentlichte Shinoda im Januar in Form der EP ‚Post Traumatic‘. Denselben Titel trägt nun auch sein Soloalbum. Zwischen Rap, Rock, Pop und elektronischen Sounds changierend, rufen die Songs Erinnerungen an sein Projekt Fort Minor wach. Es sind aber natürlich vor allem die Texte, die es in sich haben. Schonungslos offen setzt Shinoda sich mit seinen Gefühlen, mit Trauer, Resignation und Wut auseinander. Warum er das in aller Öffentlichkeit tut? „Ich habe nach Chesters Tod viel im Netz gelesen, und es schrieben immer wieder Leute: ‚Mike, du musst etwas sagen, wir müssen wissen, wie es dir geht’“, so Shinoda. „Das war nicht nur Neugierde. Die Leute haben wirklich getrauert, und ich dachte, indem ich offen kommuniziere, schaffe ich vielleicht etwas, dass uns allen Halt gibt.“ ‚Post Traumatic‘ ist in seinen Augen deshalb primär ein Album, das heilen soll. „Es ist eine Reise heraus aus der Trauer und Dunkelheit, nicht hinein.“

 

Mike Shinoda – Post Traumatic (Warner) CD 9362490689 // ab 15.06.2018 im Handel