Christina Aguilera // Liberation

Christina Aguilera Liberation CoverPOP/R’N’B Zu Beginn ihrer Karriere, hat Christina Aguilera (37) jüngst in einem Interview gestanden, habe sie sich wie eine Barbie-Puppe gefühlt. Andere Leute suchten ihre Outfits aus, sie wurde komplett nach den Wünschen ihrer Plattenfirma gestylt. Zum Glück kann die Sängerin heute tragen, was sie will. Und zeigt sich neuerdings gern ungeschminkt. Auf ihrem Album ,Liberation’ schlägt sich ihr Hang zum Purismus allerdings nicht nieder. Christina Aguilera setzt nicht etwa auf akustische Gitarrenklänge, sondern macht stilistisch gleich mehrere Schubladen auf. „Accelerate“, für das die Amerikanerin die Rapper Ty Dollar Sign und 2 Chainz ins Boot geholt hat, changiert zwischen Elektro-R’n’B, Trap und Dancepop. Dancehall-Elemente mischen den Titel „Right Moves“ auf, bei dem die Reggae-Künstlerinnen Keida und Sheesea mit von der Partie sind. „Sick of Sittin’“ strebt in Richtung Funk. Da traut sich eine was. Doch es gibt auch Stücke, die auf Nummer sicher gehen. Wenn sich Christina Aguilera mit Demi Lovato zusammentut, ist das wohl die beste Voraussetzung für einen Hit. Zu souligen Popmelodien beweisen die beiden, was sie gesangstechnisch alles draufhaben. Christina Aguileras kraftvolle Stimme ist halt das Pfund, mit dem sie wuchern kann. Bei Balladen wie „Twice“ oder „Masochist“, die in Melancholie baden, kommt sie besonders gut zum Tragen. Das ist dann zum Dahinschmelzen schön.

 

Christina Aguilera – Liberation (RCA/Sony) CD 19075853802 // ab 15.06.2018 im Handel