Jamie Cullum // Taller

Jamie Cullum TallerJAZZPOP Der Bloomsbury Ballroom in London ist rappelvoll. Kein Wunder: Zum ersten Mal stellt Jamie Cullum ein paar Nummern seines Albums ,Taller’ live vor – angefeuert von seiner Frau Sophie Dahl, einst Model, heute Schriftstellerin, die mitten im Publikum steht. Ihr hat der Sänger seine Platte gewidmet, weil sie ihn aus seiner Schaffenskrise holte. „Ich hatte zwar einige Stücke eingespielt“, erinnert er sich, „aber denen fehlte das gewisse Etwas.“ Das zog den Briten immer weiter nach unten: „Ich dachte, ich hätte den Zenit meiner Karriere bereits überschritten.“ Zum Glück konnte ihn seine Frau vom Gegenteil überzeugen. Sie riet ihm, noch einmal von vorn zu beginnen und wirklich ehrliche Lieder zu schreiben. Das hat funktioniert. Im Titelsong philosophiert der 39-Jährige über äußere und innere Größe. Der Sound dazu ist von den White Stripes ebenso inspiriert wie von Ray Charles: „Für mich sind diese Musiker Virtuosen.“ Genau wie Prince, der beim funkigen „Usher“ Pate stand. Ein Gospel-Chor schmückt „Mankind“. „Über Genres wie Pop oder Jazz habe ich mir überhaupt keine Gedanken gemacht“, sagt der zweifache Familienvater. „Ich wollte einfach das Songwriting in den Vordergrund rücken.“

 

Jamie Cullum – Taller (Island/Universal) LP 7768697 / Del. Ed. (CD) 7782904 / CD 7779701 // ab 07.06.2019 im Handel