Banks // III

Banks III CoverELEKTRO-POP Ehrlich währt am längsten. Auf ihrem Album ,III’ macht Jillian Banks, die sich als Musikerin einfach Banks nennt, in ihren authentischen Songs keinen Hehl daraus, dass ihre letzte Beziehung nicht besonders gut lief. Wenn sie ganz am Schluss in der Ballade „What About Love“ mit ihrer rauchigen Stimme zu schluchzenden Geigen „Ich gehöre zu niemandem, du gehörst zu jemand anderem“ singt und ihren Exfreund voller Verzweiflung um eine zweite Chance anfleht, treibt das dem Hörer glatt die Tränen in die Augen. „Für mich steckt in diesem Lied aber trotzdem Hoffnung“, stellt Banks klar. „Obgleich ich mit Herzschmerz konfrontiert wurde, will ich auf keinen Fall verbittern.“ Die Kalifornierin sieht ihre negativen Erfahrungen eher positiv: „Sie haben mich stärker gemacht. Ein bisschen weiser.“ In der dunklen Midtempo-Nummer „Hawaiian Mazes“ philosophiert die 31-Jährige über das Loslassen. „Für mich war es ein schmerzhafter Prozess, den Menschen, den ich geliebt habe, gehen zu lassen“, gesteht sie. „Ich habe gelernt, mich nicht länger an die Vergangenheit zu klammern, sondern mich auf die Gegenwart zu konzentrieren.“ Die dürfte zumindest karrieretechnisch einiges für Banks bereithalten. Sie performt Elektro-Pop mit Inhalt, den sie gelegentlich mit HipHop oder R’n’B verfeinert. Dabei badet sie gern in Melancholie. Ihre persönlichen Texte sind fast eine Form von Selbsttherapie.

 

Banks – III (Capitol/Universal) LP 7756794 / CD 7784241 // ab 12.07.2019 im Handel