Triosence // Scorpio Rising

JAZZ Nein, das typische Jazztrio ist Triosence ganz sicher nicht. „Der Fokus unserer Musik liegt klar auf den Melodien“, sagt Bernhard Schüler über das achte Album ‚Scorpio Rising‘. „Die klassischen Songstrukturen, die eher ungewöhnlich sind für das Genre, zeichnen uns aus.“ Der Kasseler ist Gründer, Pianist und Songschreiber von Triosence. Ihm zur Seite: Omar Rodriguez Calvo (Bass) und Tobias Schulte (Drums). Wirklich frappierend ist der Einfallsreichtum. So spielt das Trio mit „The Stars, The Sun & The Moon“ eine wunderbar leichte, an große Jazz-Standards erinnernde Ballade. Aber Easy Listening ist das noch lange nicht. Triosence bauen immer wieder kleine musikalische Widerhaken in das Stück ein, man bleibt hängen und entdeckt unter der zugänglichen ersten Schicht noch viel mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Neben der Spielfreude beeindruckt die stilistische Vielfalt. In „Arabian Princess“ erklingen arabische Percussion-Instrumente wie Darbuka und Udu, das kernige „Taurus Line“ begeistert durch Schultes kraftvolles Schlagzeugspiel, und „Jasmine“ wie auch „Seu Dito“ sind von Bernhard Schülers Liebe zu Bossa Nova inspiriert.

 

Triosence – Scorpio Rising (OKeh/Sony) LP 19075958671 / CD 19075958682 // ab 30.08.2019 im Handel