Daniel Harding / Matthias Goerne / Christiane Karg // Brahms: Ein Deutsches Requiem

KLASSIK Es ist eine Star-Besetzung, die Daniel Harding, der Musikdirektor des Swedish Radio Symphony Orchestra, für seine Aufnahme des Brahms-Requiems wählte: Matthias Goerne sang in den Berwaldhallen Stockholm im Oktober 2018 die Bariton-Partie und Christiane Karg übernahm das Sopransolo.

Harding ist seit 2007 Chef des Swedish Radio Symphony Orchestra. Sein Vertrag wurde erst vor Kurzem um weitere fünf Jahre verlängert. Seit 2018 ist er zudem Künstlerischer Leiter des Anima Mundi Festivals in Pisa. Die jetzt bei harmonia mundi veröffentlichte Aufnahme des Requiems fand vor einem Jahr anlässlich des 150. Jubiläums der Entstehung des Werkes statt. 1868 hatte Brahms diese, sagen wir einmal, humanistische Vision eines Requiems in deutscher Sprache fertiggestellt. Uraufgeführt wurde das Werk, mit dem Brahms an das Erbe von Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach anknüpfte, aber erst am 18. Februar 1869 im Leipziger Gewandhaus. Zuvor gab es nur eine Aufführung im privaten Rahmen mit kleinem Chor und Klavierbegleitung in Dessau. Im Gegensatz zu Verdis oder Berlioz’ Totenmessen ist Brahms’ „Ein Deutsches Requiem“ ein vor allem tröstendes, in sich gekehrtes und eben nicht dramatisches Werk. Verhalten, fast zerbrechlich hebt das „Selig sind, die da Leid tragen“ an. Engelsgleich verschmelzen Kargs Sopran und sanft der sonore Bariton Goernes mit der instrumentalen Klangfarbe.

 

Matthias Goerne – Brahms: Ein Deutsches Requiem (Harmonia Mundi) CD HMM 902635 // ab 13.09.2019 im Handel