Lyambiko & WDR Funkhausorchester // Berlin – New York

JAZZ Die vierfache German-Jazz-Award-Preisträgerin und ECHO-Jazz-Gewinnerin Lyambiko legt mit ‚Berlin – New York‘ ein sowohl persönliches als auch politisches Album vor, beleuchtet sie doch den popkulturellen Transfer der Dreißiger- bis Fünfzigerjahre zwischen Berlin und New York, zwischen Naziterror und künstlerischem Exil. Die sorgsam von Lyambiko kuratiert und von Max Knoth für das WDR Funkhausorchester adaptierte Liedsammlung enthält Songs wie „Der Wind hat mir ein Lied erzählt“ (Lothar Brühne, 1937), „September Song“ (Kurt Weill, 1938), „Irgendwo auf der Welt“ (Werner Richard Heymann, 1932) oder „It’s Oh So Quiet“ (Hans Lang, 1948), die die Widersprüche und Ambivalenzen dieser Jahrzehnte aufzeigen. Besonders an den Liedern, von denen sich viele im „Great American Songbook“ befinden, sind die eingängigen, meist optimistischen, aber auch sentimentalen Melodien. Es sind mit Jazz-Elementen, irischer Folklore oder Chanson angereicherte Balladen, die aus der großen Anzahl damaliger Lieder herausragen.

 

Lyambiko – Berlin – New York (Okeh/Sony) LP 19075958831 / CD 19075958832 // ab 11.10.2019 im Handel