Jimmy Eat World // Surviving

ROCK Zwar handelt das Album von Kämpfen und Wendepunkten des täglichen Seins, doch wenn man in Mesa, Arizona, lebt, dann hat das mit dem Überleben auf diesem Planeten noch eine größere Unmittelbarkeit als ohnehin. „Es war bei uns immer schon sehr heiß im Sommer“, sagt Sänger Jim Adkins, „aber jetzt mehren sich die Stimmen, die sagen, dass der Bundesstaat in 50 Jahren unbewohnbar sein wird.“ Für Abkühlung sorgt auch das zehnte Album von Adkins und Kollegen nicht. Auch diesmal stehen die griffigen Rockmelodien und Adkins’schen Gesangsharmonien im Zentrum. Kraftvoller Höhepunkt ist das durchaus heftig rockende „Criminal Energy“, während bei „One Mil“ akustische Ruhe und Schönheit herrschen. Verglichen mit früheren Werken, insbesondere dem Trennungsalbum „Damage“ (2013), spielen Liebes(kummer)-Lieder diesmal eine untergeordnete Rolle. Ausnahme: Das ruhige „Love Never“. „Der Song handelt vom Reifen und dem Verändern alter Muster. Ich habe gelernt, dass es richtig ist, mehr in eine Beziehung zu investieren, als von ihr zu erwarten.“

 

Jimmy Eat World – Surviving (RCA/Sony) LP 19075973511 / CD 19075973512 // ab 18.10.2019 im Handel