Emmanuel Pahud // Dreamtime

KLASSIK/INSTRUMENTAL Der Klang der Querflöte wird oft mit dem der menschlichen Stimme verglichen. In Opern erklingt die Flöte an Stellen allergrößter Inbrunst und Leidenschaft, bei Bach aber auch als Symbol tiefster Rührung. Der Solist und Solo-Flötist der Berliner Philharmoniker, Emmanuel Pahud, hat sein neues Album ‚Dreamtime‘ betitelt und begründet das so: „Heute schätze ich vor allem die spirituelle Seite des Instruments, und mir ist klar geworden, dass das in großem Umfang auch für die Komponisten gilt, die für die Flöte geschrieben haben.“Um das exemplarisch an Flötenmusik aus unterschiedlichen Jahrhunderten zu demonstrieren, stellt der Flötist mit dem die Seele berührenden Flötenton hier Neue Musik dem romantischen Flötenkonzert von Carl Reinecke sowie Mozarts kantablem Andante für Flöte und Orchester gegenüber. Als träumerisch, aber teilweise auch als beschwörend kann man Toru Takemitsus naturalistisches „I Hear the Water Dreaming“ und Krzyzsztof Pendereckis Flötenkonzert von 1982 empfinden.

 

Emmanuel Pahud – Dreamtime (Warner Classics/Warner) CD 9029539244 // ab 25.10.2019 im Handel