Jeff Lynne´s ELO // From Out Of Nowhere

POP/ROCK Nach Jahren der Verbitterung erlebt der Exil-Brite Lynne eine Renaissance, die sich auch kreativ niederschlägt: ‚From Out Of Nowhere‘, das 14. Album des Electric Light Orchestra, ist ein überzeugendes Spätwerk.

Als Jeff Lynne 1985 den Schlussstrich unter ELO setzt, ist er ein deprimierter Musiker, der sich missverstanden und aufs Abstellgleis geschoben fühlt. Doch 30 Jahre später, in denen er sich als Produzent profiliert, feiert er mit ‚Alone In The Universe‘ (2015) ein fulminantes Comeback, das Gegenstand mehrerer Tourneen und denkwürdiger Events ist. Das Highlight: Die Show im Londoner Wembley Stadion vor 60.000 Fans. Die hat ihn auch zu ‚From Out Of Nowhere‘ motiviert. Ein Werk, das ihm nach eigenem Bekunden regelrecht zugeflogen sei, das er ohne große Ankündigung raushaut und das alles birgt, was ihn ausmacht: Charmanter Pop-Rock in der Schnittmenge zwischen Tom Petty, Beatles und Roy Orbison – mit opulenten Streicherarrangements, mehrstimmigen Harmonien und unwiderstehlichen Gitarren-Licks. „Es ist einfach mein Sound“, lächelt Lynne. „Den erzeuge ich ganz allein, was mir nicht schwerfällt – im Gegensatz zu den Texten, an denen ich ewig sitze.“ Und die sich auch diesmal um Liebe, Glück und das Streben danach drehen. In der Hoffnung, dass es ein bisschen auf den Hörer abfärbt – aber auch weil es den Künstler, also Lynne, reflektiert: „Ich habe gerade die beste Zeit meines Lebens.“ Das hört man …

 

Jeff Lynne’s ELO – From Out Of Nowhere (Columbia/Sony) LP 19075987121 / Ltd. Gold Vinyl 19075987131 / Deluxe CD 19075987112 / CD 19075987102 // ab 01.11.2019 im Handel