Kinga Glyk // Feelings

JAZZ/FUNK Die virtuose polnische Bassistin Kinga Glyk transportiert mit jugendlicher Power den Jazz in neue Sphären. Jetzt legt die Musikerin ihr brandneues Album ‚Feelings‘ vor, das feinsinnig und durchdringend ist, nuancenreich und voller Groove.

Eine Bass-Coverversion von Claptons „Tears In Heaven“ brachte vor drei Jahren die erste verdiente Aufmerksamkeit. „Ich kann nicht so gut singen, deswegen spiele ich Bass“, kokettiert Kinga Glyk. Das klingt, gemessen an dem Hype, der seit gut zwei Jahren um sie gemacht wird, ausgesprochen bescheiden. Ihre Musik, die von Blues, Funk, Soul und Jazz getränkt ist, manifestiert die Fähigkeit der Bassistin, große Gefühle zu zeigen, die einhergehen mit dem Mut, sich auszuprobieren und etwas Neues zu wagen. Auf ihrem Album ‚Feelings‘ demonstriert sie ihre einzigartige Kunstfertigkeit und Lässigkeit. Ihr Storytelling am Bass berührt und offenbart ihre humanistische und mitfühlende Weltsicht, die sie in ihren überwiegend eigenen, detailreich ausgearbeiteten Stücken ausbreitet. So erzeugt sie schon im Opener „Let’s Play Some Funky Groove“, dass sie ihr Instrument perfekt beherrscht. „Lennie’s Pennies“, im Original von Lennie Tristano, offenbart ihre solistische Brillanz, eingerahmt von ihrem exzellent aufgestellten Trio. Und in „What Is Life” fragt Kinga Glyk: „Who would man be without feelings?“ Die Polin versteht sich nicht nur auf große Gefühle, sie ist gelebte Autonomie am Bass.

 

Kinga Glyk – Feelings (Warner) LP (ab 08.11.2019) 9029536135 / CD 9029536136 // 01.11.2019 im Handel