Robbie Williams // The Christmas Present

 

SWING-POP/WEIHNACHTEN Dabei hat der Sänger mittlerweile drei Kinder. Sie und seine Frau Ayda Field durften in seinem „Time For Change“-Video mitspielen. Mal posiert die Familie vor einem Christbaum, mal tobt sie glückselig durch den Schnee – alles ist auf Harmonie getrimmt. Eben passend zur Weihnachtszeit, die der Brite seinen Fans nun mit seinem ersten Weihnachtsalbum ,The Christmas Present’ versüßt. Aufgenommen hat er es mit seinem langjährigen Hitschreiber Guy Chambers nebst einigen Gästen.

Bei „It’s A Wonderful Life“ legt sich Robbie Williams’ Vater Peter Conway im Duett mit seinem Sohn mächtig ins Zeug. Seine älteste Tochter Theodora, genannt Teddy, übernimmt bei „Home“ einen kleinen Part. „Merry Kissmas“ präsentiert sich soulig-funky. Zu diesen Eigenkompositionen gesellen sich Klassiker wie „Let It Snow! Let It Snow! Let It Snow!“ oder die Slade-Nummer „Merry Xmas Everybody“, bei der Jamie Cullum zum Einsatz kommt.Etliche Stücke verbindet eins: Robbie Williams’ Passion für Swing. Die darf Helene Fischer bei dem Lied „Santa Baby“ mit ihm teilen. Sie sei für die Aufnahme eigens zu ihm nach London geflogen, erzählt Robbie Williams nicht ohne Stolz: „Ich bin so glücklich, dass Helene mit mir im Studio war. Einfach weil ich sie sehr als Künstlerin respektiere.“ Die beiden kennen sich übrigens schon länger: „Zum ersten Mal sind wir uns vor etwa neun Jahren hinter der Bühne bei einer Preisverleihung begegnet. Seither habe ich sie auf dem Radar.“

Jetzt lassen sich der Pop-Titan und die Schlager-Queen gegenseitig erstrahlen. Soweit, so durchschaubar. Eine echte Überraschung ist allerdings Robbie Williams’ Duett mit Tyson Fury. Er verdient sein Geld als Boxer – man würde also nicht gleich darauf kommen, dass Robbie Williams jemanden wie ihn für eine Albumproduktion hofiert. Doch Tyson Furys angeraute Stimme macht sich bei dem Song „Bad Sharon“ erstaunlich gut. „Er kann wirklich singen“, schwärmt Robbie Williams, der sein Idol vor einem Kampf in Las Vegas in dessen Garderobe traf und ihn zu einer Zusammenarbeit einlud. Sein Eindruck: „Tyson ist nicht nur eine große Persönlichkeit, sondern ein unglaublich talentierter Boxer. Vielleicht derzeit der Beste weltweit.“

Seine Lobpreisungen haben einen guten Grund. Robbie Williams boxt selber gern: „Dabei kann ich meine Aggressionen rauslassen. Das tut meiner Seele gut.“ Mindestens ebenso oft wie im Ring trifft man ihn auf dem Golfplatz. Seine ersten Schwünge machte er bereits mit 14. Mal wollte er sein Handicap verbessern, mal nicht: „Irgendwann kam ich an einen Punkt, an dem mich dieser Sport bloß noch frustriert hat. Aus diesem Grund stellte ich meinen Schläger 15 Jahre in die Ecke.“ Diese Phase ist längst überwunden: „Im Moment bin ich geradezu süchtig nach Golf.“

 

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