Daniel Hope // Belle Époque

KLASSIK Auf seinem neuen Doppelalbum ‚Belle Époque‘ unternimmt der britische Stargeiger Daniel Hope einen musikalischen Streifzug durch die Belle Époque, die kulturell überreiche Zeit zwischen 1871 und 1914. Hope ist von der Belle Époque fasziniert: „Schon oft habe ich mir gewünscht, ich hätte eine Zeitmaschine, die mich zurück in diese Zeit, in die Pariser Salons, in diese kulturelle Atmosphäre transportieren könnte.“ Musikalisch macht er es, vereint Werke für Solo und Orchester mit Kammermusik; Spätromantik steht neben Impressionismus und (früher) Musik der Zweiten Wiener Schule. In bekannten Werken wie Massenets Méditation oder Debussys Rêverie zeigt Daniel Hope einmal mehr jenen großen, warmen Violinton, der ihn in der Spitzengruppe international renommierter Geiger etabliert hat. Auch weniger bekannte Meisterwerke von Komponisten wie Rachmaninoff oder Elgar finden sich auf dem Album, das der wechselvollen Stimmung zwischen nostalgischen Gefühlsregungen und dem zart aufkeimenden Pioniergeist der Moderne Rechnung trägt. Insbesondere Ernest Chaussons Konzert für Violine, Klavier und Streichquartett, das er hier – mit dem Zürcher Kammerorchester – zum ersten Mal in einer Version für Streichorchester eingespielt hat, ist hier besonders hervorzuheben.

 

Daniel Hope – Belle Époque (Deutsche Grammophon/Universal) 2CD 028948372447 // jetzt im Handel