In Flames // I, The Mask

In Flames I The Mask Cover

ROCK Gemeinhin werden die Schweden In Flames dem „Gothenburg Sound“ zugeschlagen, ein Begriff, den Gitarrist Björn Gelotte glatt ablehnt. „Allen Bands, die damals im Göteborger Studio Fredman gearbeitet haben, wurde unterstellt, sie hätten den ‚Gothenburg Sound‘. So etwa At The Gates, Dark Tranquility, Arch Enemy, Soilwork, wir und vielen anderen“, erklärt der vollbärtige Saitenbändiger. „Musikalisch ist das falsch“, betont er unmissverständlich. In der Tat haben die genannten Bands stilistisch wenig gemein, zudem haben sich In Flames enorm weiterentwickelt. Weiterlesen ›

Kärbholz // Herz & Verstand

Kaerbholz Herz und Verstand Cover

DEUTSCH-ROCK Der Weg von Kärbholz war steinig, doch immerhin führte er steil nach oben. Bisheriger Gipfelpunkt war ein überraschender zweiter Chartplatz für das Album ‚Überdosis Leben‘ (2017) der Band aus Ruppichteroth bei Bonn mit den beiden gekreuzten Äxten im Logo. Gitarrist und Songwriter Adrian Kühn erinnert sich daran, wie das Quartett zu seinem Markenzeichen kam. Die Band nutzte lange Zeit einen Schuppen als Proberaum, in dem Mitte der Nullerjahre auch ihr erster öffentlicher Auftritt stattfand. „Wir hatten da allerhand Werkzeug rumliegen. Als wir anfingen, alles aufzuräumen, bevor die Freunde zur Party kommen sollten, hatte einer diese beiden Äxte in der Hand. Wir dachten: ‚Mensch, das passt doch zu Kärbholz! Die müssen auch irgendwo hin.‘ Also haben wir sie über Kreuz direkt hinter das Schlagzeug gehängt. In dem Augenblick war klar, das soll unser Symbol sein.“ Weiterlesen ›

Eric Gales // The Bookends

Eric Gales The Booksends Cover

BLUES Sein Weg war vorgezeichnet. Eric Gales, Jahrgang 1974, wurde in Memphis geboren, bereits sein Großvater spielte den Blues in der Band von Howlin’ Wolf. Im Alter von 17 Jahren wurde der Gitarrist Profi, 1991 erschien sein Debüt ‚The Eric Gales Band‘, Bruder Eugene Gales stand am Bass. Von Anfang an wurde der Linkshänder als „Wunderkind“ gepriesen und mit Jimi Hendrix verglichen. Doch dann ging sein Weg steil bergab, Drogen und Waffenbesitz führten ihn 2009 ins Gefängnis. Weiterlesen ›

Walter Trout // Survivor Blues

Walter Trout Survivor Blues Cover

BLUES Einer eisernen Konstitution und der Spendenwilligkeit seiner Fans und Freunde verdankt Walter Trout, dass er noch lebt. 2014 erkrankte seine Leber lebensbedrohlich, eine Organtransplantation rettete ihn vor dem Tod. Da er nicht ausreichend versichert war, wurde die Operation durch eine Spendenaktion finanziert. Nach der Heilung bekam der 67-Jährige einen einmaligen Schaffensdrang, Schlag auf Schlag spielte er Alben ein. Weiterlesen ›

De Staat // Bubble Gum

De Staat Bubble Gum Cover

ELEKTRO-ART-ROCK Zwischen Elektro-Rock und Art–Pop pendelt diese holländische Band aus Nijmegen, die 2006 von Vokalist, Texter und Rhythmusgitarrist Torre Florim gegründet wurde. Gelegentlich denkt der Hörer an The Prodigy, Nine Inch Nails, aber auch Lady Gaga und Right Said Fred. Gekonnt bedient sich De Staat diverser Einflüsse der Achtziger, blubbernde Bässe, Trommelwirbel, flotte Gitarren und Rumpel-Keyboards marschieren im Takt. Weiterlesen ›

Spidergawd // V

Spidergawd V Cover

ROCK Der fünfte Wurf der Norweger beginnt mit einer Geste an Baritonsaxofonist Rolf Martin Snustad, er darf ein kleines Solo blasen. Spidergawd zeigen, dass verzerrte E-Gitarren und das Baritonsax auf kompatiblen Frequenzen senden. Stilistisch setzt der Vierer den Weg des gefeierten ‚IV‘ fort, er nutzt die peitschenden Rhythmen und die aufwühlenden Melodien der New Wave Of Heavy British Metal. Im Vergleich zum Vorgänger fallen die Songs dichter und fließender aus, die Melodien sind fester in den Sound eingewoben. Weiterlesen ›

Gotthard // Defrosted 2

Gotthard Defrosted 2 Cover

ROCK Wie Kühlschränke, die abgetaut werden müssen, lassen auch Rockstars ihre Coolness gern mal schmelzen. Vor 21 Jahren herrschte bei Gotthard zum ersten Mal Tauwetter, ihr Akustikalbum ‚D-Frosted‘ von 1997 wurde zum Triumph für die Schweizer Hardrocker, die Unplugged-Versionen ihrer Hymnen zogen massenweise Fans in die Hallen. Weiterlesen ›

Dog Eat Dog // Brand New Breed

Dog Eat Dog Brand New Breed Cover

ROCK „Im Laufe der Jahre ist das Musikmachen für uns leichter geworden“, verkündet Frontmann John Connor im Interview auf der Homepage der Band. „Dog Eat Dog sind eine Demokratie, jedes Mitglied kann seine Ideen einbringen. Die Songs für unsere EP ‚Brand New Breed‘ fielen uns leicht, genau wie die Lieder, die wir fürs kommende Album geschrieben haben.“ Weiterlesen ›

Engst // Flächenbrand

Engst Flächenbrand Cover

DEUTSCH-PUNK Schon 2015 versuchte Matthias Engst Musikprofi zu werden. In der TV-Castingshow „Die Band“ suchte Samu Haber (Sunrise Avenue) nach Mitgliedern für eine neue Gruppe. „Man wollte mich zu einem Seifenblasenpopper mit Tattoos machen, der Songs von anderen Künstlern als seine eigenen verkauft ... No way!“, war die Reaktion des Vokalisten und Texters. Weiterlesen ›

Hardcore Superstar // You Can’t Kill My Rock’n’Roll

Hardcore Superstar You Can't Kill My Rock'n'Roll Cover

ROCK Schweden zählt zu den Hochburgen des Hardrock, und Göteborgs Hardcore Superstar gehören zu den verlässlichen Lieferanten. ‚You Can´t Kill My Rock’n’Roll‘ heißt das funkensprühende Werk und enthält zwölf ohrenspaltende Hymnen, zu denen man unmöglich die Füße stillhalten kann. „Wir gehen zurück zum traditionellen Superstar-Sound“, verkündet Frontmann Joakim „Jocke“ Berg. In der Vergangenheit seien die Fans mit den stilistischen Experimenten seiner Band nicht immer glücklich gewesen. Weiterlesen ›

Ohrenfeindt // Tanz nackt.

Ohrenfeindt Tanz nackt Cover

ROCK Die Neuauflage des legendären „Werner-Rennens“ 2018 erlebte ein spektakuläres Musikprogramm, bei dem ohne Ende legendäre Bands aus aller Welt in die Saiten hauten. „’Ne goile Paadie“, nennt das die norddeutsche Comic-Figur. Dabei durften Ohrenfeindt natürlich nicht fehlen.  Die Vollgas-Rocker von St. Pauli haben auf ihrem neuen, achten Album ‚Tanz nackt.‘ sogar den passenden Song parat: „Porschekiller“. Weiterlesen ›

Kids Of Adelaide // Into The Less

Kids Of Adelaide Into The Less Cover

FOLK-POP Am Anfang waren Fußgängerzonen ihre Bühnen, die Stuttgarter Benni und Severin begannen als Straßenmusikduo. „Auf der Straße haben wir vor allem akustisch gespielt, daher kommt der Folk-Einfluss“, erklären die beiden Kids Of Adelaide. „Heute ist unser Sound rockiger, düsterer und geht mehr nach vorne. Dabei sind wir nicht auf eine bestimmte Richtung festgelegt, es gibt auch HipHop-Elemente, gerade bei den Drum Grooves, die bei uns ja nur aus Bassdrum und Snare bestehen. Wir definieren uns über unser Zwei-Mann-Band-Setup und nicht über ein musikalisches Genre“, setzen sie hinzu. Weiterlesen ›