Ayreon // The Source

Ayreon The Source Cover

Wenn schon Prog-Rock, dann richtig: ein Doppelalbum mit namhaften Mitstreitern und einer Hintergrundgeschichte als rotem Faden. Arjen Anthony Lucassen, Fans der Szene bestens bekannt, macht keine halbe Sachen. Mit seinem Projekt Ayreon schöpft der niederländische Multiinstrumentalist aus dem Vollen: ‚The Source‘ versammelt halsbrecherische Riffs, komplexe Songstrukturen, gekonntes Spiel mit der Laut-Leise-Dynamik, ein wenig Instrumentenakrobatik und Melodien, die bei aller Komplexität höchst eingängig sind. Weiterlesen ›

Gasmac Gilmore // Begnadet für das Schöne

Gasmac Gilmore Begnadet für das Schöne Cover

Unterschiedliche Einflüsse, mutige Mischung, einmalige Mixtur: ja, ja – hundert Mal gehört, hundert Mal gelesen und dabei kommt dann doch oft nur recht Gewöhnliches aus den Lautsprechern. Im Fall der Wiener Band Gasmac Gilmore ist das anders: Wer sich selbst als Mischung aus Gogol Bordello und System Of A Down bezeichnet, ist entweder mutig oder übertreibt maßlos. Doch tatsächlich schaffen es die vier Österreicher, diese Vergleiche mit Leben zu füllen. Weiterlesen ›

Vök // Figure

Vök Figure Cover

Genau genommen könnte ‚Figure‘ eine Art Meta-Album darüber sein, wie man die Grenzen zwischen emotionaler Musik und der Kühle elektronischer Klänge verschwimmen lassen kann. Dass es funktioniert, haben Acts wie James Blake und Massive Attack bewiesen. Für die Isländer von Vök war es der entscheidende Ansatz, die Musik nach ihrem hochgelobten Debüt noch mehr wieder aus den Computern und Synthesizern herauszuholen. Weiterlesen ›

Close Talker // Lens

Close Talker Lens Cover

Von Saskatoon, Saskatchewan, in Kanada hatte ich zugegebenerweise noch nie gehört. Bis heute, als das dritte Album der hierzulande noch unbekannten Close Talker auf dem Schreibtisch landete, die eben daher stammen. Ihr vertrackter Indie-Pop möchte erschlossen werden und verweigert sich dabei Genre-Zuordnungen. Progressive Indie-Pop trifft es noch am Besten, denn ihre vertrackten Kompositionen biegen mal rechts und mal links ab, sind aber für dermaßen komplex arrangierte Songs durchaus sehr groovend und viele ihrer Melodien eingängig. Weiterlesen ›

Moritz Ecker // Yes

Moritz Ecker Yes Cover

Mit den Legenden darüber, wie einst alles anfing, muss man bei Songwritern ja vorsichtig sein. Nicht erst seit Bob Dylan wissen wir, dass die eigene Geschichte gern mal mystifiziert wird. Aber erzählen wir trotzdem, wie die Geschichte von ‚Yes‘ begonnen haben soll: Moritz Ecker, so heißt es, fand vor der Musikhochschule ein Rennrad mit dem Aufkleber „zu verschenken“, ließ Studium Studium sein und radelte kreuz und quer durch Europa. Weiterlesen ›

Petter Carlsen // Glimt

Petter Carlsen Glimt Cover

Leise klingen die Saiten der Nylongitarre und hallen wider. Im Hintergrund die leise Ahnung eines Synthesizers. Und darüber – in hohen, gefühlvollen Tönen –  schwingt Petter Carlsen seine melancholischen Melodiebögen. Es klingt, als singe er das finale „Ekko“ („Echo“) irgendwie in die Nacht hinein, bevor er uns aus dem Album entlässt. ‚Glimt‘ („Glimmen“) beschreibt als Albumtitel die Atmosphäre der intimen Songminiaturen perfekt, deren Texte man zwar nicht wörtlich versteht, wenn man kein Norwegisch beherrscht, aber doch meint man eine Ahnung von dem zu bekommen, worüber Carlsen vermutlich singt. Weiterlesen ›

Me And That Man // Songs Of Love And Death

Me And That Man Songs Of Love And Death Cover

Neo-Folk Düstere Musik, die mit einer gewissen Kraft und Härte daherkommt, braucht keine verzerrten Gitarren und laute Drums. So mancher Blues oder abgründiger Countrysong beinhaltet mehr beklemmende Dunkelheit als viele Metalsongs, das weiß man nicht zuletzt seit Nick Cave oder Johnny Cashs ‚American Recordings‘. Irgendwo genau zwischen diesen beiden nisten sich Me And That Man auf der Veranda ein. Weiterlesen ›

Heavy Tiger // Glitter

Heavy Tiger Glitter Cover

David Bowies Alter Ego Ziggy Stardust kam bekannterweise eines Tages aus dem Universum auf die Erde und brachte der Menschheit mit den Spiders From Mars den Rock’n’Roll. Auch Heavy Tiger beanspruchen laut beigelegtem Comic, dass sie per Komet in Glitteroutfits auf der Erde landeten. Musikalisch haben sie dann allerdings nur am Rande mit Bowies Glamrockphase zu tun. Die Songs der drei schwedischen Musikerinnen erinnern eher an T. Rex, Suzie Quatro oder die New York Dolls. Weiterlesen ›

Mothership // High Strangeness

Mothership High Strangeness Cover

Charles Manson, der Killer der Hippie-Zeit, hat einst „Helter Skelter“ als Begriff für sich beansprucht, entliehen bei den Beatles, die er wiederum für die vier Engel der Apokalypse hielt. U2 coverten „Helter Skelter“, um es wieder aus dieser Manson-Assoziation zu befreien. Das texanische Trio Mothership setzt sein eigenes „Helter Skelter“ nun in den Mörderzusammenhang und singt fleißig vom „mad man“ an der „back door“ und dem Blut an der Wand. Weiterlesen ›

The Charm The Fury // The Sick, Dumb & Happy

The Charm The Fury The Sick Dumb and Happy Cover

Das 21. Jahrhundert: Die Welt brennt an allen Ecken und Enden, neue Krisen tauchen quasi täglich auf, gleichzeitig versinken die Mitmenschen in den „sozialen Medien“ und starren auf ihr Smartphone. Dieses Bild malt die niederländische Metalband The Charm The Fury in düsteren Farben auf ihrem neuen Album ‚The Sick, Dumb & Happy‘. Gleichzeitig wird das Bild mit donnernden Drums und die Luft zerschneidenden Gitarrenriffs zerrissen. Weiterlesen ›

CJ Ramone // American Beauty

CJ Ramone American Beauty Cover

Insgesamt acht Musiker hatten die Ehre, in der legendären New Yorker Punk-Institution The Ramones zu spielen. Und während alle Originalmitglieder die irdische Bühne verlassen haben, gibt es noch vier Musiker, die zeitweise in der Band spielten und so den Künstlernachnamen Ramone annehmen konnten. Zu ihnen gehört CJ, der von 1989 bis zur Auflösung 1996 mit den Ramones auf der Bühne stand. Weiterlesen ›

Nick Oliveri // N.O. Hits At All

Nick Oliveri N O Hits At All Cover

Stonerrock-Fans der Desert- und Stonerrock-Szene kennen Nick Oliveri seit Jahrzehnten: Sowohl bei Kyuss als auch bei den Queens Of The Stoneage spielte er Bass und trug maßgeblich zum genreprägenden Sound dieser Bands bei. Diverse typische Rock’n’Roll-Eskapaden beendeten seine Zeit bei den QOTS, und Oliveri gründete Mondo Generator, die sich ebenfalls in der Szene großer Beliebtheit erfreuen. Doch auch abseits seiner „eigenen“ Bands war Oliveri in den vergangenen 25 Jahren fleißig unterwegs. Weiterlesen ›