Milliarden // Betrüger

Es war Liebe auf den ersten Ton: „Ich war bei der Aufnahmeprüfung einer Schauspielschule, als ich im Zimmer nebenan jemanden Klavier spielen hörte“, erinnert sich Ben Hartmann. „‚Clocks’ von Coldplay. Wegen des hohen Falsett-Gesangs dachte ich erst, es sei ein Mädchen – aber dann sah ich Johannes da sitzen.“ Fünf Jahre ist das her. Seitdem machen Hartmann und sein Kumpel Johannes Aue unter dem Namen Milliarden zusammen Musik. Weiterlesen ›

Wanda // Bussi

Mit ihrem Debütalbum ‚Amore‘ sorgte die Wiener Band Wanda im vergangenen Herbst für kollektive Begeisterung. Der Nachfolger ‚Bussi‘ dürfte ähnliche Ekstase verursachen. „Ich muss gestehen, dass der Moment der Reflexion sich mir völlig verschließt“, sagt Michael Marco Fitzthum, seines Zeichens Sänger der Wiener Band Wanda. „Das letzte Jahr war … so müssen sich die englischen Abenteurer gefühlt haben, als sie mitten in der Wüste die Pyramiden entdeckt haben. Realisieren kann man das nicht.“ Was Fitzthum zu umschreiben versucht, lässt sich auch so zusammenfassen: Weiterlesen ›

The Libertines // Anthems For Doomed Youth

Elf Jahre nach ihrer Auflösung haben The Libertines mit ‚Anthems For Doomed Youth‘ ein neues Album aufgenommen. Die Songs haben das Zeug, dem zuletzt oft totgesagten Indie-Rock neues Leben einzuhauchen. Pete Doherty wirkt wie aus der Zeit gefallen. Zum Beispiel hat der britische Musiker kein Mobiltelefon. Statt eines Laptops oder Tablets trägt er eine Schreibmaschine mit sich herum und anstelle eines Portemonnaies auch schon mal einen Safe. Kein Wunder, dass seine Band The Libertines seit ihrer Gründung Weiterlesen ›

Madsen // Kompass

Es war ein ambitioniertes Projekt: Zum zehnjährigen Bestehen spielten Madsen im Winter 2013 fünf Konzerte in Hamburg. Jeden Abend gab es eins ihrer Alben am Stück, am Ende entstand ein Live-Album. „Für uns war das wie eine Werkschau“, blickt Sänger Sebastian Madsen zurück. „Dabei haben wir realisiert, was wir alles erreicht haben – aber auch, dass wir noch eine Menge Neues ausprobieren können und wollen. Uns wurde klar, Weiterlesen ›

Years & Years // Communion

Es fing alles damit an, dass Olly Alexander am Morgen nach einer Party in seiner WG in die Dusche stieg. Wie so oft sang er dabei aus voller Kehle – doch dieses Mal hatte er im Nebenzimmer einen Zuhörer. „Olly sang ‚Killing Me Softly’ von den Fugees“, erinnert sich Mikey Goldsworthy. „Und zwar so gut, dass ich ihn anschließend sofort fragte, ob er nicht Lust hätte mit mir und meinem Kumpel Emre Musik zu machen.“ Die drei fingen an ein paar Indie-Folk-Songs zu schreiben, doch erst als Emre Turkmen beschloss, Weiterlesen ›

Brandon Flowers // The Desired Effect

Eigentlich hatte Brandon Flowers sich sein Leben weniger spektakulär ausgemalt. „Ich dachte ich würde als Page im Hotel die Autos anderer Leute parken – das zumindest machen alle meine Onkel“, sagt der „Las Vegasianer“. Es kam anders: Mit seiner Band The Killers hat Flowers mittlerweile über 13 Millionen Platten verkauft. Doch statt sich auf jenem Erfolg auszuruhen, wandelt der 33-Jährige nun zum zweiten Mal auf Solopfaden. Ein hartes Stück Arbeit war es: Angeblich war Flowers vier Mal kurz davor Weiterlesen ›

MG // MG

Es fing alles damit an, dass Martin Gore eines Tages daheim in Santa Barbara ein paar Instrumental-Songs in die Hände fielen, die er noch vom letzten Depeche-Mode-Album ‚Delta Machine‘ übrig behalten hatte. Zu schade zum verstauben, dachte der Gitarrist der legendären Band sich, und beschloss kurzerhand seine – abgesehen von zwei Coveralben – erste Soloplatte aufzunehmen, die er nun unter seinen Initialen MG veröffentlicht. Gesang sucht man darauf vergebens, stattdessen Weiterlesen ›

Ben Howard // I Forget Where We Were

Ben Howard erinnert sich noch gut an die Zeit, in der er durch die Londoner Open-Mic-Szene getingelt ist. „Das war schon manchmal deprimierend“, sagt er. „Man geht von Bar zu Bar, kriegt fünf Minuten Ruhm vor etwa fünf Leuten und als Gage am Ende ein Bier.“ Mittlerweile sieht der Alltag des 27-jährigen Briten etwas anders aus. Sein Debüt ‚Every Kingdom‘ wurde 2011 zum Überraschungserfolg und Millionenseller. Weiterlesen ›

Selig // Die Besten 1994-2014

Wenn man es genau nimmt, haben Selig ein bisschen geschummelt: Die Hamburger Rockband zelebriert dieses Jahr ihr 20-jähriges Bestehen, dabei war sie die Hälfte der Zeit aufgelöst. Trotzdem kommen Sänger Jan Plewka und seine Mitstreiter mittlerweile auf sechs Alben, und statt anlässlich des Jubiläums nun eine schnöde Best-of zu veröffentlichen, haben Selig sich etwas Besonderes einfallen lassen. Für ‚Die Besten 1994-2014‘ arrangierten sie ihre zwölf Lieblingssongs neu. Weiterlesen ›

Cats On Trees // Cats On Trees

Auch wenn Yohan Hennequin und Nina Goern ihre Band Cats On Trees genannt haben: Sie gehören nicht zu denen, die täglich Katzenfotos posten. „Wir lieben Katzen, aber so sehr dann doch nicht“, lacht Hennequin. „Unser Bandname soll eher eine Metapher für unsere Musik sein. Wenn Katzen auf einen Baum klettern, dann wissen sie nie, ob sie wieder runter kommen. Manchmal muss auch die Feuerwehr anrücken. Mit unserer Musik ist es ähnlich: Da wir keinerlei Regeln haben, weiß man nie, was passiert.“ Weiterlesen ›

The Kooks // Listen

Man kennt das: Bands posaunen hinaus, sie hätten sich neu erfunden, und am Ende ist doch kein Unterschied zu hören. Die britische Band The Kooks hat es auf ihrem vierten Album allerdings wirklich getan. Ihren Indie-Pop-Sound erweiterten sie auf ‚Listen‘ um Soul, Gospel und R&B-Elemente. „Nach unserer letzten Tour hatte ich die Schnauze voll von The Kooks“, sagt Sänger Luke Pritchard, „wir waren einfach müde und spürten um uns herum nur Negativität und Zynismus.“ Ihr letztes Album ‚Junk Of The Heart‘ war in der Tat nicht gerade gut weggekommen. Weiterlesen ›

Marlon Roudette // Electric Soul

Marlon Roudette scheint es zu kennen, das Rezept für Nummer-Eins-Hits. Schon seine Debütsingle „New Age“ hielt sich 2011 acht Wochen an der Spitze der deutschen Charts, mit „When The Beat Drops Out“, dem Vorboten seines zweiten Albums ‚Electric Soul‘, landete der Brite nun den nächsten Sommerhit. „Frank Sinatra hat mal gesagt, Erfolg sei die beste Art der Rache“, grinst Roudette. Als der 31-Jährige nach dem Ende seiner Band Mattafix vor drei Jahren auf Plattenfirmensuche war, fing er sich eine Absage nach der anderen ein. Weiterlesen ›